Grundstücksschenkung mit anschließender Weiterschenkung

Wie schon früher der BFH hat das Finanzgericht Hamburg mit Urteil vom 06.01.2020 AZ3 K 123/18 zu Schenkungen zwischen mehreren Generationen festgestellt:

Schenken Eltern einem Kind ein Grundstück ohne eine weitere Bedingung oder Auflage im Schenkungsvertrag und schenkt das Kind in einer weiteren notariellen Urkunde, auch wenn es am gleichen Tag passiert, das Grundstück an ein Enkelkind weiter, so liegt entgegen der Auffassung des Finanzamtes keine Kettenschenkung vor.

Das Kind muss lediglich in der Verfügbarkeit über das Grundstück frei sein. Dadurch können die Freibeträge von jeweils 400.000,00 € von Großeltern auf Kind und von Kind auf Enkelkind insgesamt zweimal ausgenutzt werden.

Um bereits im Vorfeld Diskussionen mit Finanzamt zu vermeiden, ist ein größerer Abstand zwischen der ersten und der zweiten Schenkung trotzdem empfehlenswert.

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