Häusliches Arbeitszimmer

Das Urteil des BFH vom 03.04.2019, AZ VI R 46/17 legt als Voraussetzung für den Begriff des häuslichen Arbeitszimmers fest, dass der jeweilige Raum ausschließlich oder nahezu ausschließlich für betriebliche oder berufliche Zwecke genutzt wird.

Eine private Mitbenutzung von weniger als 10 % ist für die Anerkennung als häusliches Arbeitszimmer unschädlich.

Ob das häusliche Arbeitszimmer für Tätigkeiten erforderlich ist oder nicht, spielt laut BFH keine Rolle. Es genügt die Veranlassung durch die Einkommenserzielung, wenn der Raum vorwiegend der Erledigung schriftlicher, verwaltungstechnischer oder verwaltungsorganisatorischer Arbeiten dient. Der Raum muss von Lage, Funktion und Ausstattung her eine bauliche Einheit mit dem Wohnteil des Hauses bilden. Es muss aber von dem privaten wohnlichen Teil abgegrenzt werden. Ein sogenanntes Durchgangszimmer wird nicht anerkannt.

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